Black-ish

Nachdem nun einige Wochen der aktuellen Herbstsaison vergangen sind, konnte ich mir einen kleinen Überblick verschaffen, was momentan an neuen Sitcoms, bzw. Comedy Serien empfehlenswert ist. Neben den wiederkehrenden Klassikern à la “Modern Family”, “The Middle” und vielen vielen anderen, ist mir unter den neuen Serien besonders die Serie “Black-ish” aufgefallen.
Im ersten Moment schien mir die Prämisse nicht wirklich zuzusagen: Ein wohlhabende schwarze Familie versucht, sich in einer “weißen” Welt durchzusetzen…
Zuerst macht sich natürlich die Vermutung breit, dass es sich um eine Serie mit Typer-Perry-Humor handelt. Als ich jedoch gelesen habe, dass Lawrence Fishburne als Produzent und dann auch noch Larry Wilmore, den ich nicht nur aufgrund seiner “Daily Show” Auftritte sehr gern mag, als Showrunner mit dabei waren, habe ich begonnen, mir “Black-ish” einmal genauer anzuschauen.
Die erste Folge ist eine typische Pilotfolge: poliert, ein bisschen zuviel von allem, familienfreundlich und “likeable”. Die nächsten Folgen sind dann aber von Episode zu Episode immer besser. Man merkt, wie auch bei vielen anderen Serien, wann vom Sender aus die Probezeit vorbei war, eine volle Staffel bestellt wurde und die Produzenten und Autoren das machen konnten, was sie wollten.
Es geht hin und wieder mal unter die Gürtellinie, aber immer mit einem Augenzwinkern und nie wirklich böse. Die Serie läuft in den USA nicht im Bezahlfernsehen und ist demzufolge absolut familientauglich. Der Humor ist sehr amerikanisch, aber auf eine sehr angenehme Weise. Es ist wirklich erfrischend zu sehen, wie leicht die Macher der Serie mit Rassenproblemen, Vorurteilen und auch Rassismus von Schwarzen allen Nicht-Schwarzen gegenüber umgehen.
Eine wirklich sehr gelungene Comedy Serie, die hoffentlich so weitermacht, wie es bis jetzt der Fall ist.
Unbedingt im Original genießen! Nicht auszudenken, wie schlecht es wird, wenn so eine Serie fürs deutsche Fernsehen synchronisiert wird…