Category Archives: Comedy

Netflix’ “Santa Clarita Diet” – Prämiere in Berlin

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Mit einem großen Red-Carpet Event hat Netflix inBerlin die neue Serie “Santa Clarita Diet” vorgestellt. In der Serie geht es um Joel und Sheile, zwei Immobilienmakler, die mit ihrer Tochter in dem beschaulichen Örtchen Santa Clarita leben. Plötzlich wird die Mutter (gespielt von Drew Barrymore) zum Zombie mit einem Riesenappetit auf Menschenfleisch.

Klingt ein bisschen absurd, ist aber sehr lustig. Es gibt eine ganze Reihe bekannter Gastauftritte und mal wieder kommt Netflix mit einer neuen und frischen Serie aus einer ganz unerwarteten Ecke.

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Timothy Oliphant, den ich persönlich aufgrund einer meiner absoluten Lieblingsserien “Justified” sehr mag, spielt den Familienvater, der versucht, auf Biegen und Brechen seiner Frau zu helfen, mit mehr oder weniger gutem Gewissen an Menschenfleisch zu kommen.

Die Chemie zwischen den beiden funktioniert sehr gut und man kann trotz einiger sehr krassen Szenen merken, dass die Schauspieler viel Spass beim drehen hatten.

 

Und hier ist der Trailer:

 

 

The Brink

HBO hat mit der Serie “The Brink” mal wieder eine erstklassige Polit-Comedy abgeliefert.
In “The Brink” geht es, wie der Titel vermuten lässt, um einen kurz bevorstehenden Krieg zwischen Indien, Pakistan und China. Eine Reihe von problematischen Zwischenfällen und allerlei Fettnäpfchen sind dafür verantwortlich, dass die politischen Emotionen hochkochen. Mittendrin ist Alex (Jack Black), ein Mitarbeiter der Botschaft in Islamabad, der mithilfe des Aussenministers Walter Larson (Tim Robbins) versucht, die USA und Israel von einem Erstschlag gegen Pakistan abzuhalten.

Obwohl es eigentlich der perfekte Stoff für eine Politik-Militär-Machtspiel-Dramaserie ist, handelt es sich bei “The Brink” um eine in vielen Momenten sehr sarkastische aber nie herablassend wirkende Serie, die im Geiste von “Veep” es mal wieder geschafft hat, die Absurditäten “großer” Politik gekonnt offenzulegen. Beim Schauen der Serie ist man immer hin und her gerissen zwischen dem Gefühl “Garantiert läuft es in der Weltpolitik genauso ab” und einem unwohlen “Ich hoffe nicht”.

Die Besetzung ist super (wobei ich zugeben muss, dass ich Jack Black gegenüber ziemlich kritiklos bin) und man kann hoffen, dass nach der Pakistan Krise in zukünftigen Staffeln noch viele geopolitische Probleme gelöst werden.

Galavant

Musicals waren noch nie von großem Interesse für mich, weswegen ich der gerade gestarteten Serie “Galavant” anfangs sehr sehr skeptisch gegenüber stand. Nachdem ich ich dann aber durchgerungen habe und mir den Piloten angesehen habe, konnte ich kaum auf die zweite Folge warten.
In “Galavant” geht es um einen potenziellen Traumprinzen, dem seine Traumfrau von einem fremden König vor der Nase weggeschnappt wird. Als er versucht, seine Geliebt zurück zu gewinnen, entscheidet sich diese für den König, der sie entführt hat, weil dieser ihr Reichtum und Macht verspricht. Galavant ist daraufhin am Boden zerstört. Ein Jahr später soll sich jedoch eine Möglichkeit für ihn ergeben, das Herz seiner einst Geliebten zurück zu erobern.
Er begibt sich auf eine abenteuerlich Reise voller Überraschungen.
Wenn man jetzt noch daran denkt, dass ein Großteil der Dialoge gesungen wird, mag all das sehr abschreckend wirken. Aber die Serie ist so kurzweilig erzählt, steckt voller hintersinnigem Humor und vermag es selbst mich, als passionierten Musical-Gegner, in ihren Bann zu ziehen, dass mich getrost auf den Rest der Staffel freue.
Dan Fogelman, der die Serie produziert, hat sich in der Vergangenheit besonders im Animationsbereich und im Comedy-Genre im Kino einen Namen machen können.
Hoffentlich bleibt die Serie so frisch und überraschend, wie sie begonnen hat!

Black-ish

Nachdem nun einige Wochen der aktuellen Herbstsaison vergangen sind, konnte ich mir einen kleinen Überblick verschaffen, was momentan an neuen Sitcoms, bzw. Comedy Serien empfehlenswert ist. Neben den wiederkehrenden Klassikern à la “Modern Family”, “The Middle” und vielen vielen anderen, ist mir unter den neuen Serien besonders die Serie “Black-ish” aufgefallen.
Im ersten Moment schien mir die Prämisse nicht wirklich zuzusagen: Ein wohlhabende schwarze Familie versucht, sich in einer “weißen” Welt durchzusetzen…
Zuerst macht sich natürlich die Vermutung breit, dass es sich um eine Serie mit Typer-Perry-Humor handelt. Als ich jedoch gelesen habe, dass Lawrence Fishburne als Produzent und dann auch noch Larry Wilmore, den ich nicht nur aufgrund seiner “Daily Show” Auftritte sehr gern mag, als Showrunner mit dabei waren, habe ich begonnen, mir “Black-ish” einmal genauer anzuschauen.
Die erste Folge ist eine typische Pilotfolge: poliert, ein bisschen zuviel von allem, familienfreundlich und “likeable”. Die nächsten Folgen sind dann aber von Episode zu Episode immer besser. Man merkt, wie auch bei vielen anderen Serien, wann vom Sender aus die Probezeit vorbei war, eine volle Staffel bestellt wurde und die Produzenten und Autoren das machen konnten, was sie wollten.
Es geht hin und wieder mal unter die Gürtellinie, aber immer mit einem Augenzwinkern und nie wirklich böse. Die Serie läuft in den USA nicht im Bezahlfernsehen und ist demzufolge absolut familientauglich. Der Humor ist sehr amerikanisch, aber auf eine sehr angenehme Weise. Es ist wirklich erfrischend zu sehen, wie leicht die Macher der Serie mit Rassenproblemen, Vorurteilen und auch Rassismus von Schwarzen allen Nicht-Schwarzen gegenüber umgehen.
Eine wirklich sehr gelungene Comedy Serie, die hoffentlich so weitermacht, wie es bis jetzt der Fall ist.
Unbedingt im Original genießen! Nicht auszudenken, wie schlecht es wird, wenn so eine Serie fürs deutsche Fernsehen synchronisiert wird…