Gotham

Über den Sommer war leider eine längere Zwangspause angesagt, was mir aber (wie sollte es anders sein) viel Zeit zum Serienschauen ließ. Neben einer ganzen Reihe von neuen Serien habe ich mich seit der Ankündigung im letzten Jahr sehr auf “Gotham” gefreut. Und nachdem ich nun die ersten Folgen gesehen habe, kann ich nur sagen, dass ich nicht enttäuscht bin.
Als erstes drängte sich natürlich die Frage auf, warum noch niemand schon früher auf die Idee gekommen war, eine ‘Origin Story’ als Serie zu bekannten Comic-Helden zu machen. Sicher gab es speziell was Supermann angeht schon diverseste Versuche. Aber “Gotham” vermag es wirklich, die richtige Menge des wunderbar dunklen Charmes der Nolan-Verfilmungen in die Serie einfließen zu lassen, und trotzdem hin und wieder mit einem Augenzwinkern aufzuwarten.
Von Anfang an kann der Zuschauer erahnen, warum die Figuren, die man als Erwachsene auf beiden Seiten des Gesetzes kennt, so sind, wie sie sind. Der junge Bruce Wayne, der den Mord an seinen Eltern miterlebt, der Pinguin, in dem eine böse Seele schlummert, die aber noch zum Vorschein gebracht werden muss, Detective James Gordon, der als Neuankömmling versucht, die korrupte und marode Polizeitruppe auf einen besseren Weg zu bringen. Natürlich gibt es auch noch Alfred, den Riddler und natürlich Catwoman (oder vielmehr Catgirl).
“Gotham” wurde teuer produziert, was man der Serie natürlich ansieht, und die Besetzung ist sehr gut gelungen.
Man darf hoffen, dass es so gut weitergeht, wie es begonnen hat und dass mit den ikonischen Figuren weiterhin so gut umgegangen wird, wie es die ersten Folgen vermuten lassen.
Auf jeden Fall ist “Gotham” auch für nicht Comic Fans eine sehenswerte Serie. Und wenn jemand mit Batman, Catwoman und Co nichts anzufangen weiß, ist dies vielleicht die beste Möglichkeit, sich mit der Welt Gotham Citys vertraut zu machen.