Murder in the First

Vor kurzem ist auf TNT in den USA die 10-teilige erste Staffel der Crime-Serie “Murder in the First” gestartet, in der ein Ermittlerpaar in zwei verschiedenen Morden ermitteln muss, in die, wie sich schnell herausstellen soll, der Silicon Valley Milliardär Erich Blunt verwickelt ist.
Aufgrund der Länge von 10 mal 45 Minuten hat man sich bei der Handlung und der Entwicklung der Figuren sehr viel Zeit gelassen. Man erreicht dadurch einen nicht nur die Morde betreffenden tiefen Einblick in die Geschehnisse, sondern schafft es auch, die Figuren sehr gut auszuarbeiten.
Die beiden Detectives, die als ungleiches Paar private und berufliche Höhen und Tiefen durchschreiten, sind ebenso glaubhaft, wie der von einem der Harry Potter Veteranen Tom Felton verkörperte Mittzwanziger, der mit seiner IT Firma im Silicon Valley zum Milliardär wurde und als Hauptverdächtiger agiert.
Da es sich bei “Murder in the First” um eine Serie handelt, die von und für TNT gemacht wurde, kann man sich hier und da etwas mehr erlauben, als es auf den größeren Sendern möglich wäre (kein HBO oder Showtime, aber immerhin…).
Obwohl nicht, wie es derzeit üblich ist, mit einem A-List Hollywood Schauspieler aufgewartet wird, gibt es natürlich hier und dort bekannte Seriengesichter. Obwohl ich am Anfang noch etwas skeptisch war, hat sich die Chemie zwischen den Hauptfiguren zum Besseren entwickelt.
Für den klassischen Crime-Serienfan, der gern pro Episode einen Fall gelöst haben will, bedarf es sicherlich einiger Gewöhnung, einen Fall über 10 Episoden gestreckt zu sehen. Das Endergebnis ist allerdings das Warten wert.
“Murder in the First” ist eine wunderbar ruhig erzählte Krimiserie, die sich nicht scheut, verschiedene Genres in ihre Erzählstruktur mit aufzunehmen, ihre Figuren einfühlsam entwickelt und es gekonnt vermag, regelmäßig für Cliffhanger zu sorgen.
Unbedingt empfehlenswert.