The Carmichael Show

Ehrlich gesagt, war ich anfangs sehr skeptisch und habe die (mittlerweile nicht mehr ganz so) neue Sitcom “The Carmichael Show” bewusst ignoriert. Das Material, das bei den Upfronts gezeigt wurde und die Trailer waren nicht wirklich überzeugend. Typisch “schwarze/afro-amerikanische” Comedy traf weder im Film- (Madea) noch im Serienformat (Cosby) wirklich meinen Geschmack. Nachdem Jerrod Carmichael aber aufgrund seiner “bahnbrechenden” neuen Sitcom von Talkshow zu Talkshow gereicht wurde, hab ich mir die erste Staffel (6 Episoden) angeschaut und bin mittlerweile zum echten Fan geworden.
Auf den ersten Blick ist diese vor Publikum im Studio gedrehte Serie mal wieder nur eine weitere Sitcom, die nicht wirklich Neues zu bieten hat. Sehr schnell merkt man aber, dass dem nicht so ist. Jede der Episoden hat ein Thema, das Innerhalb der Familie auf (überraschend) lustige Weise behandelt wird. Hierbei geht es um Dinge wie Gentrification, Waffenbesitz und Religion bis hin zu Schwarzkohl und Pornosucht.
Sicherlich ist die Folge zu Präsident Trump nur bedingt für eine deutsches Publikum relevant, aber man hat, egal wie abwegig das Thema auch sein mag, viel Spass mit der Carmichael Familie.
Die Hauptfigur und Show-Creator Jerrod Carmichael trifft mit seiner Serie den Nerv vieler (auch nicht schwarzer) Amerikaner und wenn man dann, so wie ich, ins schwarze YouTube-Loch gefallen ist, aus dem man nach Stunden und unzähligen Stand-Up Videos von Jerrod Carmichael wieder herausgekommen ist, kann man fast nicht anders, als dem Charme seines Humors zu erliegen.
Nicht nach der ersten Episode aufgeben, sondern mindestens 3 oder 4 Folgen durchhalten…
Viele Spass!